Karsten Weber - Ausgebildeter Hundetrainer und Tiermedizinischer Fachangestellter

Karsten Weber - Ausgebildeter Hundetrainer und Tiermedizinischer Fachangestellter

Januar 09, 2021

Was bedeuten dir Hunde?

Ich sehe in unseren Hunden die Verbindung zu Mutter Natur und die wichtigen Dinge, auf die es im Leben ankommt. Man kann sich vieles kaufen und Spaß daran haben. Die Arbeit und die Digitalisierung lassen uns mehr und mehr Zeit am Schreibtisch und vor dem Computer verbringen. Dabei vergessen wir, wie wertvoll und wärmend ein flauschiger Kopf ist, der sich an einen drückt, einem tief in die Augen sieht und in diesem Moment einfach nur bei einem sein möchte. Ich sehe in einem Hund keinen Menschen und erst recht kein Kind. Ihn zu respektieren bedeutet auch zu verstehen, was unser Lebensgefährte ist und nicht, ihn zu dem machen zu wollen, was wir gerne in ihm sehen wollen. Somit kann ich erkennen was er braucht und ihm dies geben. Hat man das verinnerlicht schenken unsere Vierbeiner uns etwas ganz besonderes. Ein gemeinsames Leben voller schöner Momente. Vertrauen, welches er uns entgegenbringt, kann man weder kaufen noch programmieren. Man kann es zwar mit Leckerlis versuchen, aber es wird nicht das Wahre sein. Zeit, die Erfüllung seiner Bedürfnisse und ein respektvoller Umgang bauen nach und nach eine Bindung auf, die stark genug ist, dass man viele Hürden in Kauf nimmt, um diese Bindung zu wahren. Das gleiche bringen unsere Vierbeiner entgegen und das ist das wertvollste dabei.

Ein Hund ist für mich kein Statussymbol, Modeaccessoire oder Kindersatz. Er ist für mich Vertrauen, Respekt und Gemeinschaft.

Wie kamst du zu deinem Beruf?

Eigentlich fast ein Klassiker, mir wurde das Ganze in die Wiege gelegt. Mein Vater hatte in meiner Kindheit eine eigene Hundeschule, sodass ich die ersten Erfahrungen damit machte, wie man anderen etwas beibrachte. Zu dem Zeitpunkt waren es in erster Linie meine Kameraden aus dem Kindergarten und anschließend in der Schule. Das zog sich so durch mein Leben und nachdem ich irgendwann von zuhause auszog und dann keinen Hund mehr an meiner Seite hatte, verbrachte ich immer mehr Zeit mit Personen aus meinem Bekanntenkreis, die Probleme mit ihren Hunden hatten, oder einfach zu faul waren in die Hundeschule zu gehen. Die Gründe waren mir zu dem Zeitpunkt egal. Ich war glücklich darüber, wenn ich beim Wiedertreffen die Veränderungen und Fortschritte sah. Klar gab es auch hin und wieder Rückschläge, schließlich ist keiner perfekt. Aber je länger ich das ganze machte, desto öfter wurde ich gefragt, warum ich nicht anfange, mich beruflich als Hundetrainer zu betätigen. Die Idee reizte mich. Mein Training noch effizienter machen und den Hunden und ihren Besitzern zu einem schöneren Miteinander zu verhelfen. Und so machte ich mein Studium zum Hundeverhaltensberater und legte meine Hundetrainererlaubnis ab. 

Welche Kenntnisse hast du mit Hunden?

Diese Frage finde ich etwas schwierig zu beantworten. Die Kenntnisse bezüglich eines Lebewesens sind viel komplexer, als jemandem zu erklären, ob es zuerst das Huhn oder das Ei gab. Fangen wir damit an, dass wir diese Frage in mehrere Abschnitte einteilen; Körper, Geist und Seele.

Der Körper:

Oft wird dieser Aspekt außer Acht gelassen, doch ist er für ein erfolgreiches Training extrem wichtig. Es wird wohl jedem einleuchten, dass man eine Hand voll Dackel nicht beibringen kann, einen Schlitten mit einem Menschen zu ziehen. Genauso wenig wird man es schaffen einen Bernhardiner auf einem Barhocker Platz machen zu lassen. Die Gründe sind für jeden offensichtlich. Aber was ist mit den Dingen, die nicht offensichtlich sind? Durch meine Ausbildung als Tiermedizinsicher Fachangestellter in einer großen Klinik konnte ich mir Wissen aneignen, das in der normalen Trainerausbildung sehr vernachlässigt wird. Im Gegensatz zu uns Menschen zeigen Tiere recht spät, wenn Ihnen etwas fehlt oder sie Schmerzen haben. Bereits Kleinigkeiten können einen Hinweis darauf geben und einen entscheidenden Faktor bei der Entwicklung und beim Training spielen. Hat sich ein Hund beim Spaziergang vertreten, wie viel Spaß wird er beim Erlernen eines Sprunges haben? Ist er auf einem Ohr ganz oder teilweise taub, wie gut werden die verbalen Befehle bei ihm ankommen? Oft haben die Besitzer dann im Kopf, dass der Hund stur ist oder einfach keine Lust hat mitzumachen. Die Folge ist ein unglückliches Mensch-Hund-Team. Dies zu vermeiden und bei allen Hundebesitzern ein Bewusstsein und Sensibilität für den körperlichen Zustand des Vierbeiners zu entwickeln, ist mir ein persönliches Anliegen. Sei es nun bezüglich der Anatomie, des Immunsystems oder anderen medizinischen Bereichen, die uns das Miteinander mit unseren Vierbeinern verständlicher und leichter machen. Doch nicht allein körperliche Beschwerden fallen unter diese Kategorie. Vergessen wir nicht die körperlichen Bedürfnisse eines Hundes und dem, was wir bewegungstechnisch von ihm abverlangen. Geben wir einem Hund zu viel, nicht ausreichend Futter oder in einer sehr unzureichenden Qualität werden lange Spaziergänge und sportliche Aktivitäten auf Dauer keine schönen Erfahrungen werden und nicht zum Erfolg beitragen. Ein weiteres Thema sind Rasseunterschiede. Abgesehen vom rassespezifischen Aussehen, das jedem sofort ins Auge springt, gibt es noch weitere Unterschiede. Dieses Wissen zu haben und entsprechend zu handeln, kann das Leben unserer Vierbeiner retten. Also erkundigen sie sich gut, über Ihren eigenen Hund. Als Beispiel nenne ich hier den Chihuahua und den Mops. Damit ein Welpe durch den Geburtskanal passt, ist es notwendig, dass die Platten des Schädels noch nicht starr miteinander verbunden sind. Dies geschieht normalerweise in den ersten Lebensmonaten eines Welpen. Bei einem Teil der Chihuahuas findet dies nicht statt, sodass sie ihr Leben lang mit einer offenen Schädeldecke umherlaufen. Grundsätzlich kommen sie gut damit klar, aber dennoch kann es den Unterschied machen, wenn ein Hund dieser Rasse beim Rennen gegen etwas kracht. Und zwar einen endgültigen Unterschied. Eine andere Problematik hat der Mops. In der Regel dienen die Atemwege eines Hundes nicht alleine der Geruchswahrnehmung. Sie tragen unter anderem zur Regulierung der Körpertemperatur bei. Durch die kurze Schnauze ist dies aber nur sehr eingeschränkt möglich. Folglich ist ein Training bei höheren Temperaturen grundsätzlich viel anstrengender als bei langschnäuzigen Rassen und auch gefährlich.

Der Geist:

Wie bei uns Menschen folgt auch bei Hunden der Geist gewissen Regeln. Setzt man sich in der Literatur mit dem Verhalten von Hunden auseinander, so stößt man unweigerlich auf Bereiche die sich mit Begriffen, wie Lerntheorien, Körpersprache, Rangordnung und allen möglichen anderem beschäftigen. Dieses Wissen beherbergt jedoch einen großen Unterschied zu anderen Bereichen, die man erlernen kann. Es ist variabel und auf jeden Hund trifft es in einer anderen Kombination zu. Das soll nicht bedeuten, dass man für jeden Hund ein eigenes Handbuch braucht. Aber hier ein kleines Beispiel zum Verständnis. Grundsätzlich funktioniert das Lernen so: Der Hund bekommt für das Ausführen eines richtigen Verhaltens eine Belohnung. Dadurch wird der Hund das Verhalten öfter ausführen, weil er ja belohnt werden will. Jetzt behaupte ich mal, dass sie bei der Belohnung sofort an Futter gedacht haben. Hab ich recht? Es gibt aber Situation und Hunde, bei denen Futter nicht die richtige Belohnung ist. Eine Belohnung muss, damit sie richtig funktioniert, funktional sein. Das bedeutet, sie muss ein Bedürfnis erfüllen, welches der Hund in diesem Moment hat. Hat man dies verstanden und setzt das Wissen entsprechend um, kann man super mit seinem Hund arbeiten. Im Grunde müssen Sie sich nur umsehen. Jeden Menschen, den sie treffen und den Sie kennen, lernt auf seine Art und Weise. Ebenso sind die Motivation und die Ziele unterschiedlich. Genauso verhält es sich mit unseren Vierbeinern. Ein Hund, der keinen Sinn dahinter sieht, einem Ball zigmal hinterherzulaufen, für den ist es einfach die falsche Beschäftigung. Die Geschichte und Entwicklung des Hundes mit dem Wolf als Stammvater hat ebenso seine Auswirkungen auf das Verhalten unserer Hunde. Grundsätzlich hat jede Verhaltensweise, die unsere Hunde ohne Training unsererseits zeigen, ihren Ursprung in dieser Geschichte. Oftmals missverstehen wir das Verhalten. Wie auch nicht? Wir nehmen unsere Umwelt auf andere Weise wahr. Trotzdem versuchen viele Menschen ihren Hund wie ein Kind zu erziehen. Zeig mir die Hündin, die ihrem Welpen erklärt, warum er ihr nicht ins Ohr beißen soll. Sprechen wir von Fehlverhalten so ist dies aus der Sicht von uns Menschen. Aber wir können dem Hund nicht erklären, warum sein Verhalten falsch ist. Die Gedankengänge unserer Hunde sind ebenso anders, wie die Reaktionen, die unsere beiden Spezies im Anschluss zeigen. Es gilt, die Art und Weise zu verinnerlichen, wie Hunde die Welt wahrnehmen und sich darin zurechtfinden. Wie kommunizieren Hunde untereinander und wie kommunizieren sie mit uns. Körpersprache, Laute und verschiedene Verhaltensweisen teilen der Umwelt mit, was in ihnen gerade vorgeht. Damit ein gutes Zusammenleben funktioniert ist es auch notwendig, dass man seinen Hund lesen kann.

Die Seele:

„Er ist etwas ganz besonderes!“                        „Keiner ist wie er!“

                        „Ich vertraue ihm!“                                          „Er versteht mich!“

Jeder unserer Hunde ist einzigartig. Der eine ist ein Macho und der andere ein Angsthase. Der eine benimmt sich wie Hulk, der andere ist ein Murmeltier. Das Wissen, dass ich Ihnen vermitteln werde, richtet sich nicht ausschließlich darauf, Ihren Vierbeinern etwas beizubringen. Ich werde meine Erfahrungen und mein Wissen mit Ihnen teilen, damit Sie mit Ihrem Hund glücklich sein können und gerne mit ihm Zeit verbringen. Und vor allem, dass sie beide sich verbunden fühlen.

Und du und du und du? Also Ihr Hundebesitzer?

Glaubt nicht, ich habe euch vergessen! Ich weiß auch etwas über euch. Auch, wenn ich euch noch nicht kennen gelernt habe. Wenn ihr den ganzen Text durchgelesen habt, dann seid ihr verrückt! Aber tolle Hundebesitzer! Das weiß ich, weil ihr euch die Zeit nehmt, ernsthaft über euer Leben mit eurem Vierbeiner nachzudenken. Ich wünsche euch alles Gute auf eurem Weg mit euren Vierbeinern.

Was hältst du persönlich vom BELLOMANIA DOG RESORT? Was gefällt dir gut?

Jetzt habt ihr mich erwischt. Ich habe ja noch nicht einmal richtig angefangen hier zu arbeiten. Also was könnte ich euch erzählen, was ihr nicht eh schon wisst. Die Kollegen hier sind freundlich und man wird respektvoll behandelt. Das ist sehr viel wert. Andernfalls würde ich hier auch nicht arbeiten wollen. Die Möglichkeit, für die Hunde den Tag in Gruppen zu verbringen, fördert die sozialen Fertigkeiten jedes einzelnen und trägt zu einer gesunden Entwicklung bei. Darüber hinaus gibt es jedem von uns die Chance von den Hunden zu lernen. Wie sie miteinander agieren, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten und auch welche Bedürfnisse sie haben. Es ist ein großer Unterschied, ob man mit einem einzelnen Hund arbeitet oder mit einem Rudel. Das Konzept dieser Hundetagesstätte ist einfach, aber effektiv. Schaffe eine Gemeinschaft und erhalte ausgeglichene Hunde. So weit so gut. Sobald ich mich eingelebt habe, erfahrt ihr mehr von mir.

Karsten Weber - Ausgebildeter Hundetrainer und Tiermedizinische Fachangestellter



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